Dienstag, 27. Oktober 2009 13:13
Die ÖsterreicherInnen sind - dem Kleinformat sei “Dank” - sehr EU-skeptisch. Wie könnte man dem entgegentreten? Wohl indem man die besten Leute nach Brüssel und Strassburg schickt, damit die dort nach allen Kräften für ein besseres Europa arbeiten.
Und was macht Österreich? Was macht die selbsternannte “Europa-Partei” ÖVP?
- Sie setzt Ex-Innenminister Ernst Strasser, der gerade zur EU-Wahlmitten in einem Postenschacher-Skandal sitzt (nachzulesen im Blog von Peter Pilz), als Fraktionsleiter ins Europaparlament.
- Sie ernennt Johannes Hahn, dessen Doktorarbeit “an das Banale und sogar Peinliche grenzt” zum EU-Kommissar - just zu einem Zeitpunkt, zu dem seine mangelnde Weitsicht und seine Ignoranz in massiven Studentenprotesten gemündet hat, als EU-Kommissar nach Brüssel.
Ja, wie soll denn die Bevölkerung EU-freundlicher werden, wenn man Politiker nach Brüssel “entsorgt”?
Das stinkt doch alles zum Himmel!
Warum schreit hier eigentlich niemand innerhalb der “Europapartei” ÖVP auf? Warum akzeptieren die Vertreter der Wirtschaft, die in den letzten 14 Jahren enorm von der EU profitiert hat und noch weiter von der EU profitieren will, widerspruchslos, dass sich Österreich in der EU wie eine Bananenrepublik gebärdet?
Wir müssen die besten Leute in die EU-Gremien schicken! Das sollte doch jedem, egal ob links oder rechts, egal ob alt oder jung, egal ob ArbeiterIn oder Wirtschaftstreibende/r, egal ob EU-BefürworterIn oder EU-GegnerIn klar sein!