Buchtipp: „Abgetaucht: Alma Liebekinds 1. Fall“

26.11.2018

So, ich melde mich nach rund zwei Wochen Krankheit zurück. Das einzig Gute an solchen Krankheiten ist, dass man noch mehr Zeit mit Krimilesen verbringen kann. Dafür kann ich Euch jetzt nach und nach die gelesenen Bücher vorstellen.

„Abgetaucht“ ist der erste Fall der Psychiaterin Alma Liebeskind, die am Thema „Die Wahl der Todesart bei Suizid nach Kriterien der Psychopathologie“ forscht und dabei auf einen etwas dubiosen Fall stößt, den sie nicht als Selbstmord klassifizieren möchte. Sie beginnt, auf eigene Faust im Umfeld einer ungewöhnlichen, fast sektenähnlichen Theatergruppe zu ermitteln, was dann knapp vor der Auflösung beinahe desaströs endet. Glücklicherweise wird sie im letzten Moment von ihrer skurillen alten Mutter, die trotz ihres hohen Alters auch den ganzen Computerkram ihrer Tochter erledigt und die „Herrschaft über die Praxis“ hat, gerettet.

Ein Krimi mit zahlreichen krassen Charakteren, im Umfeld zwischen Kunst und Psychologie – so etwas kann es natürlich nur in Wien geben. Dass die Beinahe-Vergewaltigung und das ständige Begrapscht-Werden der Hauptfigur und Ich-Erzählerin auch nur einige von vielen skurillen Details sind, erscheint mir in Zeiten von #metoo mehr als befremdlich. Einer weiblichen Krimiautorin kann man das aber mal zugestehen, jeder männliche Krimiautor hätte wohl einen Skandal provoziert.

Alles in allem aber wieder ein lesenswerter Krimi. Da ich aber nur ca. 70 km von Wien entfernt wohne, kann ich schwer sagen, ob er auch für Westösterreicher*innen und Nicht-Österreicher*innen verständlich ist.

Das Buch ist im Buchhandel (ISBN 978-3850028905) und natürlich auch bei amazon erhältlich.

 

 

 

Weitere Buchtipps:

 

Buchtipp: „Männerferien“

Nach dem Krimi „Sebastian“ von Salim Güler wollte ich einmal eine kurze Krimipause einlegen und habe „Männerferien“, den dritten Band von Friedrich Kalpensteins „Herbert“-Romanreihe gelesen.

Buchtipp: „Sebastian“

Die beiden ersten Lübeck-Krimis von Salim Güler, „Mord §78“ und „Verstummt“ waren spannend und mitreißend, daher habe ich natürlich auch den dritten Band, „Sebastian“ gelesen.

Buchtipp: „Wie Champagner“

Nach der Lektüre des ersten „Herbert“-Romans von Friedrich Kalpenstein, „Ich bin Single, Kalimera“, wollte ich natürlich wissen, wie es mit Herbert weitergeht. Am Ende des ersten Romans hatte er ja bei der Rückreise von seinem Rhodos-Urlaub seine Schulfreundin Anja getroffen und aus den beiden wurde ein Paar.

Buchtipp: „Verstummt“

Nach „Ich bin Single, Kalimera“ war wieder einmal ein Krimi an der Reihe und nachdem mir Salim Gülers Lübeck-Krimi „Mord §78“ gut gefallen hat, fiel meine Wahl auf den zweiten Band der Lübeck-Krimi-Reihe.

Buchtipp: „Ich bin Single, Kalimera“

Es muss nicht immer Krimi sein, daher habe ich mir mal bei amazon kindle unlimited einen humorvollen Männer-Roman ausgesucht und zwar den ersten von bislang drei „Herbert“-Romanen von Friedrich Kalpenstein.

Buchtipp: „Mord §78“

„Mord §78“ ist der erste von bislang vier Lübeck-Krimis von Salim Güler. Anders als andere Regionalkrimis fällt dieser Krimi schon eher in die Kategorie Psycho-Thriller.

Buchtipp: „Fronleichnam. Hubbis fünfter Fall“

War es Selbstmord oder doch nicht? Der neue, von vielen wegen seinen modernen Ansichten abgelehnte, Pfarrer wird erhängt in der Sakristei aufgefunden und kurz darauf trifft Hubbi hinzu. Da sie Zweifel am Selbstmord hat, beginnt sie natürlich sofort auf eigene Faust zu ermitteln.

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