Buchtipp: „Goiserer Krawatte“

30.11.2018

„Goiserer Krawatte“ ist der erste von mittlerweile drei Salzkammergutkrimis der oberösterreichischen Autorin Stefanie Elisabeth Auffanger. Ich selbst habe ja ein halbes Jahr im Salzkammergut gelebt und davor viele Urlaube dort verbracht, also ist mir die Gegend durchaus bekannt und wie Sie vielleicht wissen, bevorzuge ich Krimis, die in mir bekannten Gegenden spielen.

Unter einer „Goiserer Krawatte“ versteht man übrigens kein Trachtenaccessoire, sondern einen Strick – und an so einem aufgehängt wurde in Bad Goisern ein ehemaliger Mitbürger, der vor Jahrzehnten einmal der Brandstiftung beschuldigt worden war und danach weggezogen ist, aufgefunden.

Die neue Kommissarin Marina Pascale, die von Wien nach Linz strafversetzt wurde, übernimmt die Ermittlungen. Im Gegensatz zu allen anderen weiblichen Kommissarinnen, von denen ich in den letzten Monaten gelesen habe, hat Marina Pascale jedoch bis auf ein paar anfänglichen Zweifeln keinerlei Probleme mit ihren Kolleg*innen, sondern wird sogar sehr gut aufgenommen! Endlich einmal etwas anderes!

Auch wenn mir der Krimi, bei dem es einige Wendungen gibt, recht gut gefallen hat, so gibt es doch einige Kritikpunkte. Zuerst einmal ist ein Oberförster kein technikfeindlicher Primitivling, der in einer Waldhütte haust und mit dem uralten eigenen Mercedes herumkurven muss, sondern hat im Normalfall Forstwirtschaft studiert, bekommt einen Dienstwagen gestellt und muss sich ob er will oder nicht mit allerlei Technik auseinandersetzen.

Zweitens hat mich gestört, dass die Autorin keinerlei Anführungszeichen verwendet, was die Dialoge schwer leserlich macht. Auch sonst ist das Buch leider alles andere als fehlerfrei. Schade!

Trotzdem empfehle ich dieses Buch, das im Eigenverlag erschienen ist (ISBN 978-3200039063) und auch über amazon erhältlich ist und freue mich bereits auf den zweiten Band!

 

 

 

Weitere Buchtipps:

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Gleich nachdem ich „Mexikanische Nacht“ gelesen habe, habe ich mir gleich auch noch den vierten und (bislang) letzten Dorfkrimi von Alexander Huberth, „Der Tod lernt mit“ reingezogen.

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Es muss nicht immer Krimi sein – diesmal habe ich einen Roman gelesen, der in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs spielt, in denen die Hauptfigur über seine Erlebnisse in den ersten Wochen des Ersten Weltkriegs erzählt.

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Nach zwei Dorfkrimis war es wieder einmal Zeit, einen Krimi, der in unserer Bundeshauptstadt Wien spielt, anzufangen – und zwar einen ziemlich außergewöhnlichen.

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Der nächste Krimi entführte mich in eine mir kaum bekannte Gegend, nämlich den Schwarzwald. Dort ermitteln nämlich der Privatdetektiv Leo zusammen mit seinem Polizistenfreund Johann und dem irischen Wolfshund Samson.

Buchtipp: „Abgetaucht: Alma Liebekinds 1. Fall“

So, ich melde mich nach rund zwei Wochen Krankheit zurück. Das einzig Gute an solchen Krankheiten ist, dass man noch mehr Zeit mit Krimilesen verbringen kann. Dafür kann ich Euch jetzt nach und nach die gelesenen Bücher vorstellen.

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