Buchtipp: „Sebastian“

27.01.2019

Die beiden ersten Lübeck-Krimis von Salim Güler, „Mord §78“ und „Verstummt“ waren spannend und mitreißend, daher habe ich natürlich auch den dritten Band, „Sebastian“ gelesen.

In diesem wird der Sebastian, der sechsjährige Sohn des Kommissars Arndt Schumacher entführt. Wenn man selbst Vater eines nur wenig jüngeren Sohnes ist, ist das schon ziemlich harter Tobak. Das Buch ist auch sehr mitreißend und emotional geschrieben.

Kommissar Arndt Schumacher handelt natürlich in dieser Situation noch eigenmächtiger als sonst und bringt schließlich nach Übertretung unterschiedlichster Gesetze und Anordnungen den Entführer und dessen Kompagnon zur Strecke.

 

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Neben der Erleichterung über das „Happy End“ bleibt jedoch ein mehr als schaler Beigeschmack über die kaum widersprochenen oder kritisch hinterfragten eigenmächtigen und nicht nur zuweilen in Selbstjustiz ausartenden Eskapaden der Hauptfigur. So etwas kannte ich bislang nur aus US-Krimis. Außerdem würde realistisch gesehen kein Vorgesetzter nur damit drohen, dass ein Polizist in einem Fall, der seine Familie betrifft, nicht mehr ermitteln darf, sondern es würde kein Polizist auch nur auf die Idee kommen, in diesem Fall selbst zu ermitteln und ein Vorgesetzter würde wahrscheinlich sogar darum ersuchen, dass eine andere Dienststelle die Ermittlungen übernimmt.

Das spannende Buch möchte ich somit eigentlich nur jenen empfehlen, die wissen, wie in Europa menschenrechts- und demokratiekonform ermittelt wird und die sich bewusst sind, dass Kindesentführungen durch Fremde in Mitteleuropa etwas sind, was verständlicherweise für großes Aufsehen sorgt und alle sehr betroffen macht, aber glücklicherweise sehr selten vorkommt.

Das Buch ist als Taschenbuch sowie als e-Book für Kindle bei amazon erhältlich.

 

 

Weitere Buchtipps:

 

Buchtipp: „Seelenschacher“

Der erste Fall der „Universitätslektor Linder“-Krimireihe von Martin Mucha hat mir sehr gut gefallen, daher habe ich mir einen weiteren Krimi dieser Reihe als E-Book zugelegt. Leider durch einen Irrtum gleich den 4. Fall.

Buchtipp: „Der Tod lernt mit“

Gleich nachdem ich „Mexikanische Nacht“ gelesen habe, habe ich mir gleich auch noch den vierten und (bislang) letzten Dorfkrimi von Alexander Huberth, „Der Tod lernt mit“ reingezogen.

Buchtipp: „Zacharias Katz“

Es muss nicht immer Krimi sein – diesmal habe ich einen Roman gelesen, der in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs spielt, in denen die Hauptfigur über seine Erlebnisse in den ersten Wochen des Ersten Weltkriegs erzählt.

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