Die Hiesbergwarte bei Senftenberg – eine kurze, aber anstrengende Wanderung

18.11.2019

Gestern habe ich – bei leider nicht besonders schönem Wetter – die Hiesbergwarte auf dem Hiesberg bei Senftenberg besucht.

Die Wanderung beginnt in der ebenfalls auf den Namen „Hiesberg“ lautenden Straße in Senftenberg. Entlang des Spielplatzes bzw. knapp vor den Sanitäranlagen des Campingplatzes. Achtung! Ab den Sanitäranlagen besteht (Stand November 2019) Fahrverbot!

Danach folgt man der Straße dem Campingplatz entlang.

Zwischen Haus Nr. 23 und Haus Nr. 25. geht dann links eine Auffahrt steil bergauf.
Jawohl, hier heißt es tatsächlich hochsteigen. Schon hier merkt man: Hohe Bergschuhe und Wanderstöcke sind hier sehr empfehlenswert, vor allem, wenn wie jetzt im Herbst feuchte Blätter den Weg bedecken.
Die Eisentreppe sieht etwas abenteuerlich aus, ist aber stabil – kann aber rutschig sein.
Bald darauf bietet sich eine Bank für eine kurze Rast an, dann geht es im Zick-Zack weiter auf steilen und schmalen Wegen den Berg hinauf.
Gerade jetzt im Herbst sind die schmalen Wege natürlich wegen der herabgefallenen Blätter manchmal schwer zu erkennen. Also heißt es immer Augen offen halten und den weiß-grün-weißen Markierungen folgen!
Bitte nicht zu früh freuen! Den vergleichsweise ebenen und breiten Forstweg folgt man nicht, man quert ihn nur!
Gleich geht es wieder auf engen, schmalen Wegen steil bergauf!
Nach etwa 10 Minuten steht man dann schon vor der Felsformation, auf der die Warte zu finden ist.
Dann umquert man sie ungefähr um ein Drittel…
…und geht dann den schmalen Weg zwischen den Felsen hoch. Nach den Felstreppen muss man dann – sofern man kleiner als ca. 1,90 m ist – auf der linken Seite ein klein bisschen klettern.
Dann kann man sich am etwas „elastischen“, aber stabilen Geländer anhalten, um auf den Felsen hochzusteigen.
Der Blicki in Richtung Krems war gestern leider nicht so toll.
Hier der Blick auf den nördlichen Ortsteil von Senftenberg mit dem vor Kurzem neu errichteten nuhr medical center.

 

 

 

Im „Briefkasten“ befindet sich übrigens ein Gipfelbuch, in das man sich eintragen kann. Der Gipfel des Hiesbergs befindet sich übrigens ca. 1,5 km weiter westlich und 160 Höhenmeter über der Hiesbergwarte, jedoch soweit ich weiß, mitten im Wald.

Die eiserne Fahne ließ übrigens ein gewisser Heinrich Husbeck, ein langjähriger Sommergast, im Jahr 1931 errichten.

Danach ging es wieder an den Abstieg, der sicherlich auch für manche ein kleiner Nervenkitzel ist.

Man könnte jetzt von hier weiter, zum Beispiel nach Krems-Egelsee oder zur Weiglwarte (siehe Bericht hier) gehen. Da ich jedoch erst nach 14:00 losgegangen bin und die Sonne derzeit um ca. 16:15 untergeht, habe ich es vorgezogen, den Weg, den ich für den Aufstieg gewählt habe, auch wieder zurück zu gehen.

Für die gesamte Wanderung habe ich etwas mehr als eine Stunde gebraucht. Für Kinder halte ich diese Wanderung für nicht geeignet, für Kinderwägen und Rollstühle sowieso nicht.

Wie bereits erwähnt halte ich besonders jetzt im Herbst hohe Wanderschuhe und Wanderstöcke für sehr empfehlenswert.

Ein großes Lob geht von meiner Seite aus an den Österreichischen Touristen-Klub für das dichte Netz an gut sichtbaren Markierungen!

 

 

 

 

Weitere Wandertipps:

 

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Wer auf der B34 von Langenlois aus kommend durch das Kamptal fährt, sieht beim Langenloiser Ortsteil Zöbing rechterhand eine Warte – die Kamptalwarte auf dem Heiligenstein. Ich selbst bin wohl hunderte Male vorbeigefahren ehe ich im September dieses Jahres einmal hochgewandert bin und muss sagen: Es zahlt sich wirklich aus!