Familientag in Gars am Kamp: kids space, Ruine und Oldtimertreffen

24.06.2019

Eigentlich hätten wir für letzten Samstag, den 22. Juni 2019, eine Outdoor-Aktivität mit einer befreundeten Familie geplant. An unserem Treffpunkt angekommen sind, hat uns jedoch der Regen einen Strich durch die Rechnung gemacht und wir haben uns spontan entschlossen, nach Gars am Kamp zu fahren, wo ich zwei Tage zuvor alleine wandern war.

Unsere erste Station wir der kids space, ein Indoor-Spielplatz, der früher unter dem Namen „MOKE“ (MOdellbau und KinderErlebniswelt) bekannt war und 2015 schließen musste. Das ganze Gebäude wurde dann zu einem Coworking-Space namens Working Space umgebaut und der Indoor-Spielplatz feierte etwas verkleinert und mit neuem Namen seine Auferstehung.

Vorerst war nur einmal Verkleinerung angesagt, im Sommer 2019 ist jedoch noch eine Erneuerung geplant – wir sind schon gespannt, was es dann neues geben wird! Obwohl das Equipment nicht das neueste ist, gefällt uns dieser Indoor-Spielplatz sehr gut, nicht nur, weil wir nicht so weit zu fahren haben, sondern auch, weil er übersichtlich ist und der Geräuschpegel erträglicher ist als bei den wesentlich größeren Indoor-Spielplätzen in Wien.

Komplett erneuert wurde hingegen der Gastronomiebereich, wo man Snacks, Mittagessen, Kaffee und Kuchen sowie auch Eis vom Eis-Greissler zu ebenfalls fairen Preisen bekommt. Auf der Speisekarte stehen natürlich viele „Kinderklassiker“ (Würstel mit Pommes Frites, Chicken Nuggets etc.), aber es gibt auch ein kleines Salatbuffet. Naschereien gibt es, aber im Gegensatz zu den Wiener Indoor-Spielplätzen kein Billig-Süßkram wie zum Beispiel diese in Plastikfläschchen oder anderem Plastikspielzeug verpackten Zuckerdragees. Also meiner Meinung nach ein guter Mittelweg.

Die Eintrittspreise sind auch in Ordnung und nach derzeitigem Stand (Juni 2019) hat man mit der Niederösterreich-Card einmal im Jahr freien Eintritt.

Kurzum: Ein lohnendes Ausflugsziel, wenn sich die Kinder auch an regnerischen und/oder kalten Tagen ordentlich austoben wollen.

Weitere Informationen unter www.working-space.at!

 

 

 

Danach fuhren wir mit den Autos zum Dreifaltigkeitsplatz und gingen von dort aus zu Fuß hoch zur Burgruine. Man könnte zwar auch direkt bis zur Ruine hochfahren, aber wir Erwachsenen wollten uns auch ein bisschen bewegen und so sind wir den kurzen, teilweise etwas steilen, aber barrierefreien Weg hochgegangen.

Die Burgruine wurde im 11. Jahrhundert von Markgraf Adalbert von Babenberg gegründet. Im Gegensatz zu vielen anderen Burgen fiel sie weder dem „Burgensterben“ im Spätmittelalter, noch dem 30-jährigen Krieg zu Opfer. Im Gegenteil: Noch im frühen 18. Jahrhundert wurden Erweiterungsarbeiten durchgeführt.

Ein Brand im Jahr 1742 war wohl „Startschuss“ für den Verfall. Brände in den Jahren 1781 und 1809 beschleunigten den Verfall.

 

 

 

Heute gehört die Burgruine der Marktgemeinde Gars am Kamp, seit den 1970er-Jahren wird sie als Veranstaltungszentrum genützt, im Sommer finden hier Opernaufführungen statt.

Wenn nicht gerade eine Veranstaltung stattfindet, darf die Burgruine kostenlos besichtigt werden. Auf operburggars.at und auf burg-gars.info findet man jede Menge Informationen über die Burg und ihre Geschichte.

Weitere Informationen zur Geschichte der Burg findet man darüber hinaus auf www.burgen-austria.at und auf NÖ Burgen online!

Nach der Besichtigung der Ruine könnte man noch über die Stiegen zur direkt neben der Ruine gelegenen Pfarrkirche Thunau am Kamp hinabsteigen. Die Burgruine gehört übrigens zu dem bis 1971 eigenständigen Ort Thunau am Kamp.

Wir haben es jedoch vorgezogen, wieder über die Straße zum Dreifaltigkeitsplatz zu gehen.

Zwischenfazit zur Burgruine Gars: Eine sehr schöne, weitläufige und weitgehend barrierefreie Ruine, die man auch getrost mit Kindern, sogar mit Kinderwagen besuchen kann. Ganz anders als die von mir zwei Tage zuvor besuchte Ruine Schimmelsprung, die sich im selben Ortsteil von Gars befindet.

Leckeres Eis in der Kurkonditorei Ehrenberger stand natürlich auch diesmal wieder auf dem Programm.

Abschließend marschierten wir noch zum Gemeindeamt, wo gerade die Mitglieder des Garser Auto- und Motorradvereins vom 4. Garser Oldtimertreffen zurückkamen.

Die Mitglieder dürften scheinbar ziemlich tolerant sein, auf dem Hauptplatz fand sich ein buntes Potpurri vom Mercedes 170 S aus den späten 1940er- oder frühen 1950er-Jahren bis zum Peugeot 306 Cabriolet aus den 1990er-Jahren ein. Auch mit dem Thema Originalität nehmen es die Garser offensichtlich nicht so ernst, hier dürfte der gemeinsame Spaß im Vordergrund stehen und das ist auch gut so.

Meine persönlichen Favoriten waren jedoch ein VW Käfer und ein Lada 1500 Combi des ARBÖ, die auch noch originale Pannenhilfe-Ausrüstung mitgeführt haben.

Beide Typen wurden auch in meiner Kindheit noch in der Pannenhilfe eingesetzt.

Und so folgten auf ärgerlichen Regen viele tolle, spontane Erlebnisse und ich danke allen für’s Mitmachen!

 

 

 

 

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