Schlossrunde in Reichenau an der Rax
26.08.2026
Eine dreiviertelstündige Runde von der Brücke beim Theater der Schwarza entlang zum Schloss und über den Schlosspark zurück.
Diese Runde ist keine offizielle, ausgeschilderte Wanderroute, sondern einfach eine nette dreiviertelstündige Runde, die ich gerne gehe, wenn ich auf Verwandtschaftsbesuch in Reichenau bin.
Los geht’s bei der Brücke über die B37, in der Nähe der “Villa Anna” und des Theaters.
Östlich der Brücke biegt man auf die in Richtung Norden der Schwarza entlang führende Kurhauspromenade ab.
Der Weg führt am Holzsteg vorbei.
Danach geht man erst an der Wehranlage vorbei…
und unter der Höllentalbahn durch. Diese Schmalspurbahn (760 mm, “Bosnische Spur”) wurde 1918 als Materialbahn für die Papierfabrik errichtet, von 1927 bis 1963 diente sie auch dem Personenverkehr. 1982 wurde auch der Güterverkehr eingestellt, aber bereits 1979 gibt es eine Museumsbahn.
Der Weg entfernt sich nun von der Schwarza. Rechterhand sieht man kurz darauf das Tor zum Gelände der Rudolfsvilla, die auch “Sisi-Schloss” genannt wird. Das 1856/57 errichtete Gebäude wurde 1859-1864 von Kaiser Franz Joseph I. angemietet, auch seine Gattin Elisabeth war hier oft zu Besuch. Das Kaiserpaar verbrachte hier auch die ersten Sommerurlaube mit ihren Kindern Rudolf und Gisela.
Kurz darauf teilt sich der Weg. Hier ist es allerdings unerheblich, welchen man nimmt.
Am Ende führen beide wieder zusammen.
Der Weg endet am Schlossplatz, in den man links einbiegt.
Das erste wichtige Gebäude ist jedoch nicht das Schloss, sondern die spätklassizistische Pfarrkirche St. Barbara, an der man rechts vorbeigeht. Diese wurde 1843-46 als Werkskirche für die Bergarbeiter errichtet und war anfangs nur eine Filialkirche der Pfarrkirche Payerbach. Erst 1908 wurde eine selbständige Pfarre gegründet.
Das 11er-Haus auf der rechten Straßenseite dient als Ausstellungs- und Veranstaltungshaus.
Kurz danach sieht man dann endlich das Schloss Reichenau. Das ursprüngliche Schloss wurde um 1190 errichtet. Die heutige Form erhielt es im Zuge eines großen Umbaus in den Jahren 1829/30.
Nach dem 5er-Haus, in dem ebenfalls kulturelle Veranstaltungen stattfinden…
biegt man noch vor der Brücke links auf die Esplanade ab.
Diese verläuft zwischen den Gleisen der Höllentalbahn und der Schwarza.
Ein Blick zurück zur steinernen Brücke und zur Johanneskapelle am anderen Ufer ist durchaus lohnend.
Vor dem Bahnhof befinden sich die sogenannten “Kaisersteine”; die an Mitglieder der Habsburgerfamilie erinnern, die in Reichenau zur Sommerfrische waren.
Vor einer Linkskurve biegt man rechts auf die Fußgängerbrücke ab. Die Eisenfachwerkskonstruktion wurde 1902 erbaut und in Hirschwang aufgestellt. 1991 ist sie nach Reichenau “übersiedelt”.
Auf der anderen Seite der Brücke biegt man links ab…
geht noch ein Stück der Schwarza entlang.
Bei der ersten Gelegenheit biegt man rechts ab…
und gelangt in den Kurpark.
Linkerhand sieht man dann den Musikpavillon, der 1903 als Wandelhalle errichtet wurde. Dahinter befinden sich übrigens der Teich mit der Lenau-Insel.
Danach biegt man rechts ab…
und erblickt zwischen den Bäumen das 1861 errichtete Rathaus.
Nach dem Verlassen des Kurparks biegt man links in die B27, die hier Hauptstraße heißt, ein.
Nach den beiden Supermärkten…
passiert man das Kurtheater. Dieses wurde 1867/68 als Holzschleife errichtet und 1926 umgebaut. Seit 1988 dient es als Festspieltheater.
Kurz danach erreicht man wieder den Ausgangspunkt der Runde.
Quickfacts:
Länge: 2,5 km
Dauer: ca. 00:45
Höhendifferenz: ca. 13 m
GPS-Daten: Download
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