Der Hausberg der Kremser – zu jeder Tageszeit schön!

15.09.2019

Den Kremser Kreuzberg habe ich bereits im Kinderwagen kennen gelernt und wahrscheinlich war er dann nachdem ich das Gehen erlernt hatte auch mein allererstes „Wanderziel“. In den letzten Wochen habe ich ihn wieder zweimal bestiegen, einmal an einem wunderschönen Vormittag und einmal früh am Morgen, knapp vor Sonnenaufgang.

Das Auto habe ich in der Alauntalstraße (Achtung! Gebührenpflichtige „grüne“ Zone; Stand Septmber 2019) geparkt. Bei meiner Vormittagswanderung habe ich den Wachtbergsteig für den Aufstieg ausgewählt. Dieser führt über viele Stiegen hinauf in die Wachtbergstraße, die man z.B. auch über den Hohen Markt, die Wachtertorgasse und die Schießstattgasse erreichen hätte können.

In der Wachtbergstraße angekommen folgt man dieser in Richtung Westen, also weiter bergauf. Kurz nach dem letzten Wohnhaus findet man einen schönen Aussichtspunkt mit einer Bank, von der aus man einen wunderschönen Blick auf die Kremser Altstadt hat.

Hier schon einmal zu pausieren ist absolut in Ordnung. Der Blick auf die Altstadt ist von hier aus einfach am schönsten. Von weiter oben hat man viele weitere tolle Ausblicke, aber eben nicht auf die Altstadt.

 

 

 

Gegenüber des Aussichtspunktes führt der Weg zum Kreuzberg steil nach oben, in Richtung Nordwesten.
Bald hat man eine tolle Aussicht auf den Campus Krems, Krems-Stein und Mautern.

Jetzt nur noch eine Kehre…

…und schon steht man vor dem markanten Kreuz.

Hier oben laden mehrere Bänke zum Verweilen ein.

Der Blick in Richtung Süden und Westen ist toll, in Richtung Südosten bzw. Osten (Altstadt) leider bei der derzeitigen Vegetation nicht so toll, aber die Aussicht in diese Richtung hatten wir ja schon beim Aussichtspunkt in der Wachtbergstraße.

Vom Kreuzberg aus könnte man noch weiterwandern, zum Beispiel zum Kuhberg und von dort weiter zum nordwestlichen Kremser Stadtteil Egelsee oder zum nördlichen Stadtteil Rehberg.

Da meine Zeit jedoch bei beiden Wanderungen beschränkt war, bin ich wieder zurück in Richtung Wachtbergstraße gegangen.

 

 

 

Von dort bin ich dann ein Stückchen die Kreuzbergstraße bergab gegangen und dann links auf die Kreuzbergstiege abgebogen.

Wem viele Stiegen zu sehr „auf die Knie gehen“, kann natürlich auch einfach die Kreuzbergstraße weitergehen.

Knapp bevor die Kreuzbergstiege in die Alauntalstraße mündet, findet man bergseitig ein Gartentor, das die olympischen Ringe zieren.

Das Haus dahinter ließ sich einst der Doppel-Olympiasieger im Kajak-Einer von 1936, Gregor Hradetzky erbauen, der später den väterlichen Orgelbaubetrieb übernahm und nicht nur viele Kirchen in der Region, wie zum Beispiel auch die meiner Heimatpfarre Krems-St. Paul mit tollen Orgeln ausstattete, sondern zusammen mit einem australischen Orgelbauer im weltbekannten Sydney Opera House die größte mechanische Orgel der Welt realisierte. Soweit ich mich erinnern kann, hat Gregor Hradetzky das Haus noch zu Lebzeiten verkauft.

Vor ein paar Tagen bin ich dann noch einmal kurz vor Sonnenaufgang zum Kreuzberg hochgegangen. Diesmal bin ich gleich über die Kreuzbergstiege hochgegangen. Wer es mir nachmachen möchte, sollte unbedingt eine Taschenlampe mitnehmen, da nur der untere Teil der Kreuzbergstiege beleuchtet ist.
Auch wenn ich auch an diesem Tag bis zum Kreuz hochgegangen bin, habe ich mir den Sonnenaufgang dann vom Aussichtspunkt in der Wachtbergstraße aus angesehen, denn von hier hat man in Richtung Osten einfach den besseren Ausblick!

Eine Wanderung auf den Kreuzberg und retour ist in knapp einer Stunde machbar. Wer viel fotografiert, sollte unbedingt mehr Zeit einplanen. Auch für Kinder ist es eine nette Wanderung. Da man wie beschrieben auch über Straßen hochkommt, bietet sich der Kreuzberg auch für Kinderwagenwanderungen an.

 

 

 

 

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