Heidenreichstein – Mode, Motoren, Moor

31.03.2019

Den gestrigen Samstag haben wir im 4.000-Einwohner-Städtchen Heidenreichstein im nördlichen Waldviertel verbracht.

Mode:

Zuerst einmal haben wir einen kurzen Abstecher ins Original Salzburger Trachtenoutlet gemacht: Ein riesiges Trachtenmodengeschäft mit großer Auswahl und fairen Preisen. Gute Qualität, natürlich keine individuell maßgeschneiderte Handarbeit, aber gute Serienprodukte zu fairen Preisen. Glücklicherweise gibt es dort auch wenig, was in die Alpenballermann-Apres-Ski-Halli-Galli-Schund-Schiene fällt. Ein paar lustige T-Shirts und ein paar Badehosen und Baby-Bodies im Lederhosen-Look und das war’s dann auch schon. Trotz der großen Auswahl – oder vielleicht gerade deswegen – hab ich mich aber noch immer nicht entschieden, ob ich mir jetzt einen klassischen Trachtenanzug oder einfach nur eine Kalmuck-Jacke kaufen soll und habe den Laden ohne mir etwas zu kaufen, wieder verlassen.

Motoren

Die nächste Station war dann die B30 Lounge. Die B30 Lounge ist nicht einfach nur ein Gastronomielokal des topmodernen, erst vor ca. 3 Jahren neu errichteten, Motorrad- und Quadhandelsbetriebs Motorfun B30, sondern die meiner Meinung nach chilligste Location im Waldviertel nördlich von Krems. Chillige Atmosphäre, coole Einrichtung und dazu noch die meiner Meinung nach besten Burger und Hot Dogs, die man im nördlichen Waldviertel finden kann.

Moor

So gestärkt ging es dann in den Naturpark Heidenreichsteiner Moor, schließlich wollten wir den wunderschönen Tag auch zum Wandern nützen und uns damit einen weiteren Stempel für den Naturparke-Wanderpass verdienen.

Die Wanderung startet beim NaturParkZentrum an der B5.

Vorbei geht es am Spielplatz und den Alpakas, hinein in den Wald.

 

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Entlang des Weges findet man die Stationen des Baumhoroskops, bei dem auch jene, die wie ich nicht an Horoskope glauben, zumindest etwas Interessantes über die Bäume erfahren.

In der „Naturparkschule“ kann man verschiedene Untergründe barfuß mit den Füßen „ertasten“.

Mein Tipp: Ebenfalls für die Rückkehr aufbewahren, die Wanderung macht mit Erde zwischen den Zehen wahrscheinlich nicht so viel Spaß.

Zu Beginn des Waldes kann man gleich einen riesigen Ameisenhügel entdecken. Unglaublich, dass es tausende der kleinen herumwuselnden Tierchen es geschafft haben, gemeinsam einen so riesigen Hügel aufzubauen.

Kurz darauf muss man sich entscheiden, ob man den Rundweg im oder gegen den Uhrzeigersinn gehen möchte.

Wir haben uns dafür entschieden, im Uhrzeigersinn zu gehen und haben einen kleinen Abstecher zum „Hängenden Stein“ gemacht, einer beeindruckenden Granitformation. Keine Angst, der hängende Stein kann nicht abstürzen.

Wie in jedem Naturpark sollte man auch im Naturpark Heidenreichsteiner Moor stets die Augen offen halten, denn die Wunder der Natur gibt es nicht nur hinter Zäunen und auf Schautafeln zu bewundern!

Das nächste Highlight ist dann der Prügelsteig, ein Holzsteg, mit dem man sozusagen ins Moor hineingehen kann, ohne sich die Füße schmutzig zu machen.

Wer nichts dagegen hat, sich die Füße schmutzig zu machen, findet gegenüber einen Moor-Tretpfad, auf dem man barfuß im Moor stapfen darf, was ja sehr gesund sein soll. Keine Sorge, es gibt dort auch einen Wasserbrunnen, um die Füße danach zu säubern. Mein Tipp: Nehmen Sie sich ein Handtuch mit!

Kurz darauf erreicht man auch schon den End-, Mittel-, Wende- oder Höhepunkt der Wanderung, je nachdem wie man es sieht: Den Aussichtsturm.

Wer es wagt, auf den Aussichtsturm zu klettern und es schafft, die mulmige Frage, wie man wieder hinunter kommt, kurzfristig auszublenden, kann eine wunderschöne Aussicht auf den großen Teich genießen.

Danach geht es über den Moorlehrpfad zurück zum NaturParkZentrum.

Dort kann man sich im Naturparkstüberl stärken und den Stempel für den Wanderpass holen. Auch Ansichtskarten, Souvenirs und Bücher kann man dort erwerben.

Falls die Kinder nach der Wanderung noch Energie haben, können sie sich noch einmal auf dem Spielplatz austauben oder ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen.

Apropos Kinder: Die relativ kurze Gehzeit (mit Scheuklappen wohl ca. 1 Stunde, mit Interesse für die Natur, Fotografieren, Aussichtsturm etc. ca. 2 Stunden) und die vielen Stationen machen die Wanderung auch für Kinder spannend. Da der Rundwanderweg durchwegs eben ist und die meisten Wege ziemlich breit sind, ist die Wanderung auch kinderwagen- und rollstuhlgerecht.

Weitere Informationen finden Sie auf www.moornaturpark.at!

Der Eintritt in den Naturpark ist übrigens frei, lediglich für Führungen muss bezahlt werden, mit der Niederösterreich Card kann man (Stand 31.03.2019) die Führung übrigens gratis mitmachen. Die Zeiten der Führungen findet man genauso wie die Öffnungszeiten des Naturparkstüberls auf www.moornaturpark.at. Letztere sind übrigens für alle Naturparke-Wanderpass-Wanderer wichtig, denn den Stempel gibt es nur im Naturparkstüberl!

Natürlich kann man in Heidenreichstein und Umgebung noch viel mehr machen, zum Beispiel die Käsemacherwelt besuchen oder die Wasserburg, bei Framsohn bei der Produktion von Frottierwaren zusehen und diese gleich im Outlet günstig kaufen… Kurzum: Dieser Ausflug war sicher nicht unser letzter nach Heidenreichstein!

 

 

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