Mariahilf – wenig bekanntes Kleinod im Kremstal

08.06.2019

Krems an der Donau hat ja jede Menge beachtlicher und bekannter Kirchen, die Stadtpfarrkirche St. Veit, auch als „Dom der Wachau“ bezeichnet, die Piaristenkirchen, die Bürgerspitalkirche und so weiter. Darüber hinaus gibt es aber auch zahlreiche weniger bekannte Kirchen und Kapellen, zum Beispiel die Mariahilf-Kapelle im Kremstal.

Die kleine, neogotische Kapelle wurde 1862 vom damaligen Kremser Stadtbaumeister Josef Utz sen. im Zuge des Wiederaufbaus der Kremstalstraße nach einem verheerenden Hochwasser im Jahr 1854 errichtet.

Josef Utz und sein gleichnamiger Sohn haben als Stadtbaumeister das Bild der Stadt Krems geprägt wie kaum jemand anderer. Zu Ihren Werken gehören unter anderem die Schulen auf dem Hafnerplatz und in der Edmund-Hofbauer-Straße, zahlreiche Häuser in der Ringstraße, die leider abgerissene Synagoge, der Pavillon im Stadtpark, der ehemalige Schlachthof in der Langenloiser Straße und vieles andere mehr.

Die Mariahilf-Kapelle nimmt in ihrem Werk insofern eine Sonderstellung ein, da sie – und das ziemlich konsequent – im Stil der Neugotik gehalten ist, während die meisten anderen Bauwerke der Neorenaissance zuzuordnen sind.

Das Langhaus hat eine quadratische Grundform, der Innenraum verfügt über ein Sternrippengewölbe. Die Glasmalereien zeigen die Evangelisten. Auch die Bänke und der Kielbogenaltar sind im Stil der Neugotik gehalten.

 

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