Mitsubishi Eclipse Cross EV

Mitsubishi Eclipse Cross EV – Familiengeschichte

27.07.2026

Genug Platz für die Familie, genug Reichweite für den Urlaub und parkhausgerechte Abmessungen gibt es bei Mitsubishi jetzt zum familienfreundlichen Preis.

„Mindestens 500 Liter Kofferraum, mindestens 600 Kilometer Reichweite und das bitte für maximal 40.000 Euro!“ Ein verständlicher Wunsch vieler Eltern. Hätte man ihn noch vor einem Jahr in einem einschlägigen Internetforum geäußert, wäre man im besten Fall belächelt, im schlimmsten Fall für einen Troll im Auftrag der Ölindustrie gehalten worden.

Doch die Erde dreht sich weiter und während die Benzinpreise wieder einmal in die Höhe geschnalzt sind, sind die Preise für E-Autos gesunken. Eines der für Familien interessantesten Angebote bietet nun Mitsubishi in Österreich mit dem Eclipse Cross EV. In der nicht gerade ärmlich ausgestatteten Basisversion „Invite“ gibt es ihn bis 31.08.2026 nach Abzug sämtlicher Boni ab EUR 35.990,-.

Mitsubishi i MiEV (Von Hatsukari715 - Eigenes Werk, Gemeinfrei, //commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3225635)

Mitsubishi mag jetzt vielleicht nicht die erste Marke sein, wenn man an E-Autos denkt. Dabei war der Mitsubishi i-MieV im Jahr 2009 das erste E-Auto, das in Großserie produziert wurde, ein Jahr vor dem Nissan Leaf rund drei Jahre bevor im Jahr 2012 die Serienfertigung der Renault Modelle Zoé, Fluence Z.E. und Kangoo Z.E. begann. Der Produktionsstart des Tesla Model S fiel in dasselbe Jahr, allerdings konnte man zu diesem Zeitpunkt noch nicht von einer Großserienfertigung reden.

Noch vor dem Scheitern der als „Hochzeit im Himmel“ titulierten Ehe zwischen Daimler und Chrysler im Jahr 2007 hatte der deutsch-amerikanische Großkonzern seine Beteiligung an Mitsubishi Motors verkauft. Mitsubishi begann daraufhin eine lockere Affäre mit PSA und so gab es den i-MieV auch als Peugeot iON und Citroën C-Zero. Dieser entsprangen auch zwei SUV-Modelle bevor Nissan schließlich 2016 Anteile an Mitsubishi erwarb und in die neue Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz einbrachte.

Mitsubishi Eclipse Cross EV

Eben dieser Allianz entsprang auch der Eclipse Cross EV. Während sich das Badge-Engineering bei Colt (Basis Clio V), ASX (Basis Captur II) und Grandis (Basis Symbioz) tatsächlich auf die Badges (Logos) beschränkt war, durfte der auf dem Scénic E-Tech basierende Eclipse Cross seinen eigenen Charakter entwickeln, ist also mehr als nur ein Adoptivkind. (Hier geht es zu meinem Testbereicht zum Renault Scénic E-Tech!)

Mitsubishi Eclipse Cross EV

Vor allem die Front wirkt wesentlich bulliger, ohne jedoch unfreundlich oder gar aggressiv zu erscheinen. Die stimmig platzierten Chrom-Elemente in der C-Säule sorgen für einen Pfiff Eleganz. 

Mitsubishi Eclipse Cross EV

Der Rücken weiß mit einem durchgängigen Leuchtenband zu entzücken. Insgesamt ein modernes und gefälliges Design, das das Auto nicht auf den ersten Blick als E-Auto ausweist.

Mitsubishi Eclipse Cross EV

Auch dem Tacho-Display wurde eine eigene Graphik verpasst. Ansonsten erkennt man im Innenraum nur am Logo auf der Lenkradnabe, dass es sich hier um einen Mitsubishi handelt. Mit der Bedienung wird jeder, der schon ein anderes neueres Modell aus der Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz gefahren ist, auf Anhieb problemlos zurechtkommen. Die Angst vor komplizierten Touch-Screen-Menüs ist unbegründet, im Alltag kann man bis auf das Navi eigentlich alles über Knöpfe bedienen.

Mitsubishi Eclipse Cross EV

Vom Autohaus Teuschl in Krems durfte ich mir einen Eclipse Cross EV in der zweitbesten Ausstattungsvariante, die den Namen „Intense+“ trägt, ausborgen. Das Sunrise-Rot ist übrigens die aufpreisfreie Basisfarbe und es hat mich natürlich gefreut, wieder einmal ein Auto abseits der üblichen „50 Shades of Grey“ zu fahren. Wer es ein bisschen dezenter, aber dennoch bunt möchte, kann zu „Sapphire Blau“ greifen. Dazu gibt es noch die üblichen Graustufen, allerdings nicht 50, sondern nur 3, nämlich „Crystal Weiß“, „Volcanic Grau“ und „Onyx Schwarz“. Gegen Aufpreis kann man noch ein schwarzes Dach wählen.

Mitsubishi Eclipse Cross EV

Auch wenn der Eclipse Cross EV durchaus stämmig wirkt, so ist sein Auftritt dennoch weniger protzig als die meist um rund 20-30 Zentimeter längere SUV-Konkurrenz. Im Parkhaus trotz toller Kameras ein Riesenvorteil, im Innenraum merkt man davon – nichts. 

Mitsubishi Eclipse Cross EV

Auch im Fonds gibt es ordentlich Beinfreiheit. Noch weniger merkt man im Kofferraum. 545 Liter sind eine ordentliche Ansage. Der Eclipse Cross übertrifft damit nicht nur zahlreiche Kompaktklasse-Kombis, sondern auch so manches wesentlich längeres SUV, das sich dann aber vielleicht für längere Gegenstände wie Fahrräder besser eignet. Aber gut, für sowas gibt es ja auch Gepäckträger.

Mitsubishi Eclipse Cross EV

Mit dem Gepäck für den Wochenend-Trip ist der Gepäckraum gerade einmal bis zur Ladekante gefüllt. Be- und Entladen ist durch den tiefen Kofferraum aber nicht besonders rückenschonend. Dafür fliegen einem auch nach wilder Kurvenfahrt beim Öffnen der Klappe nicht gleich die schweren Gepäckstücke entgegen.

Apropos Kurvenfahrt: Dass er rund 5 Zentimeter näher am Boden liegt als vergleichbare SUV ist ein großer Vorteil des Eclipse Cross. Mit 160 kW (220 PS) Spitzenleistung ermöglicht er auch auf steileren Straßen noch sichere Überholmanöver. Von 0 auf 100 sprintet der Franko-Japaner in knapp unter 8 Sekunden. Die Nenndauerleistung beträgt steuer- und versicherungsbeitragsschonende 55 kW (75 PS) und liegt sogar unter der des Renault 5. Im Gegensatz zu diesem verleitet der Eclipse Cross jedoch eher zum entspannten Gleiten als zu sportlicher Fahrweise.

Mitsubishi Eclipse Cross EV

Der WLTP-Verbrauch liegt je nach Ausstattung zwischen 16,5 und 16,9 kWh/100 km. Diesen Wert konnten wir trotz Fahrten über Pässe und Autobahn im Hochsommer bereits bei der ersten Testfahrt unterbieten, sodass bei Abschluss der Fahrt nur wenig mehr als 15 kWh/100 km auf dem Bordcomputer angezeigt wurden. Ähnlich geräumige chinesische Mitbewerber kratzen oft schon an der 20-er-Marke oder überschreiten diese sogar.

Mitsubishi Eclipse Cross EV

Geladen wird mit 11 kW Wechselstrom (gegen Aufpreis wären auch 22 kW möglich) oder bis zu 150 kW Gleichstrom. So soll der 87 kWh-Akku in 37 Minuten von 15 auf 80% geladen werden können. Das sind zwar keine Rekordwerte, aber Krems – Hamburg sollte sich mit einer Mittags- und zwei Kaffeepausen locker ausgehen und mir würde jetzt nichts einfallen, was noch mehr Akkukapazität oder noch schnelleres Laden benötigen würde.

Normalerweise komme ich am Ende des Beitrags immer zum Preis, diesmal habe ich ihn ja bereits verraten. Hier noch ein paar Details: Normalerweise beginnen die Preise bei EUR 48.990,-. Selbst das wäre im Anbetracht der inneren Größe und der Akkukapaziät bzw. der Reichweite schon in Ordnung. Immerhin kostet der günstigste Benzin-Passat in Österreich mittlerweile über 55.000,-.

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Mit dem derzeitigen Aktionspreis von EUR 35.990,- matcht sich der Mitsubishi preislich nun auch schon mit Kompaktkombis und deutlich kleineren SUVs und auch die Chinesen können ihm wenig entgegensetzen, schon gar nichts mit so viel Platz und derart großer Reichweite. Dabei ist der Eclipse Cross EV europäischer als es ein Opel Ascona C war.

Mitsubishi Eclipse Cross EV

FAZIT:

Die Kombination aus kompakten Abmessungen, großem Koffer- und Innenraum und hoher Reichweite ist schon zum Listenpreis enorm attraktiv und etwas, das außer das Schwestermodell Scénic derzeit kein anderes E-Auto bietet, auch keines aus China. Mit dem derzeitigen Aktionspreis hat Mitsubishi nun ein Angebot, mit dem auch ohne Berücksichtigung der Betriebskosten kaum noch ein Verbrenner mitkommt und das sämtliche Vorbehalte gegen E-Autos (zu kompliziert, nicht langstreckentauglich, nicht familientauglich, zu teuer) komplett zerstört.

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