Vom Erlaufsee zum Erlaufursprung
16.09.2026
Eine Runde rund um den See mit Abstecher zu einem interessanten Naturphänomen.
Der Erlaufsee ist ein rund 58 ha großer Bergsee auf 827 m Seehöhe. Mitten durch den See verläuft die Grenze der Bundesländer Steiermark und Niederösterreich.
Als Ausgangspunkt habe ich die Zufahrt zum Parkplatz an der L112 Erlaufseestraße gewählt. Diese ist auf der südlichen, also der steirischen Seite des Sees.
Im Großen und Ganzen kann man der (leider nicht mehr ganz vollständigen) Beschilderung “Gehweg Rund um den Erlaufsee” folgen.
Von der Zufahrt aus führt ein Wegerl in den Wald.
An lichteren Stellen hat man einen schönen Blick auf den See, der sich im Besitz der Österreichischen Bundesforste befindet.
Erst aufsteigend, führt der Weg später wieder bergab.
Kurz darauf biegt man rechts auf den Neukoglerweg ab. Die Streusiedlung Erlaufsee gehört zur Mariazeller Katastralgemeinde Sankt Sebastian.
Neben dem dottergelben Haus Nr. 82 befindet sich eine ebenso dottergelb gestrichene Kapelle.
Der Weg dann zwischen Wiesen weiter, an einem weiteren Bildstock vorbei in die Siedlung Neukogler.
Vor dem ersten Hof biegt man rechts ab.
Der Weg führt…
über die Brücke zum Lindenhof. Ab jetzt sind wir auf niederösterreichischem Gebiet. Vor dem Hof biegen wir links ab.
Von jetzt an geht es bergauf.
Bei der Weggabelung nimmt man den rechten, mit einem Schranken für Fahrzeuge versperrten Weg.
Bei der nächsten Weggabelung nimmt man dann den linken Weg.
Achtung! Auf den Karten ist das Gebiet, durch das man nun geht, als Wald gekennzeichnet. Tatsächlich dürften hier vor Jahren umfangreiche Rodungsarbeiten stattgefunden haben. Daher ist man die meiste Zeit Wind und Sonne gnadenlos ausgesetzt.
Schließlich kommt man doch noch in den Wald.
Kurz darauf erreicht man den Erlaufursprung.
Über einen schmalen und nicht ungefährlichen Pfad…
erreicht man das meistens trockene Bachbett. Hier gibt es auch eine Höhle, die ich allerdings nicht besucht habe. Bei starken Regenfällen und bei der Schneeschmelze füllt sich diese und es tritt eine “Überfallquelle” aus ihr heraus.
Danach geht man wieder zurück zum Lindenhof.
Dort kann man dann über die Brücke und den Waldweg zurück zum Parkplatz gehen oder man entscheidet sich, wie ich die Seeumrundung zu komplettieren und geht geradeaus weiter.
Der Weg führt durch das Gelände dieses Forstbetriebs.
Über Wiesen geht es…
zu den Garagen des Forsthofs.
Danach gibt es endlich wieder einen schönen Blick zum See.
Nach dem Verlassen des Geländes des Lindenhofs geht man geradeaus weiter.
Linkerhand thronen Jagdhäuser und Villen auf dem Hang, rechterhand stehen Bootshütten.
Auch einen Erdkeller kann man entdecken.
Kurz nach dem Steinmarterl…
endet der Weg an der L170, in die man rechts einbiegt.
Auf der Brücke überquert man die Erlauf, die hier wieder die Grenze zwischen Niederösterreich und der Steiermark darstellt.
Gleich darauf biegt man rechts in die L112 ein.
In der Imbisstube “Mein Waggon” serviert der Wirt Andi Fleissner eine kleine, aber mit viel Liebe gemachte Auswahl bodenständiger Speisen und köstliche Waffeln. Ein charmantes kleines Lokal mit einzigartiger Atmosphäre!
Etwas weiter hinten befindet sich die Haltestelle der Museumstramway Mariazell-Erlaufsee. Zu den von allen möglichen Bahnstrecken (Preßburger Bahn, Badner Bahn, Wiener Straßenbahn, St. Pöltner Straßenbahn etc.) erworbenen Straßenbahntriebwagen, -lokomotiven und -waggons gehört auch die älteste noch in Betrieb befindliche Straßenbahnlokomotive der Welt. Nicht historisch ist jedoch die Bahnstrecke, diese wurde erst ab 1976 errichtet.
Den See entlang geht es weiter.
An den flachen Stellen kann man viele Fische mit freiem Auge erkennen.
Bevor man zum Parkplatz zurückgeht, bietet es sich natürlich an, noch am See zu entspannen.
Quickfacts:
Länge: 8,6 km
Dauer: ca. 02:15
Höhendifferenz: ca. 105 m
GPS-Daten: Download
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