Der Rotes-Tor-Rundweg in Spitz – ein Wachauer Klassiker

05.02.2019

Der Rotes-Tor-Rundweg in Spitz ist eine sehr bekannte, etwa zweistündige Rundwanderung im Herzen der Wachau. Ausgangspunkt ist der Kirchenplatz in Spitz. Von dort aus geht man in Richtung Norden in die Rote Torgasse.

Diese Gasse nimmt zuerst eine Rechtskurve und dann gleich wieder eine Linkskurve.
Bei der nächsten Kreuzung geht man einfach geradeaus weiter.
 

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Bald schon hat man einen schönen Blick auf Spitz und sieht auch die Ruine Hinterhaus. Mehr zu dieser Ruine in diesem Bericht!
Jetzt sieht man auch schon das erste Ziel der Wanderung, das Rote Tor.
Das rote Tor ist übrigens gar nicht rot. Es ist das letzte von einst sieben Toren der Spitzer Befestigung. Im 30-jährigen Krieg wurde Spitz von den Schweden eingenommen, wobei ziemlich viel Blut geflossen ist. Vom Rot des Blutes kommt auch der Name “Rotes Tor”. Früher wurde es auch Schwedentor genannt.

 

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Die Wanderung führt durch das Tor und dann in den Wald. Im Wald zweimal links abbiegen.
Dabei immer die Augen offen halten, denn das nächste Ziel, das “Blaue Kreuz” ist leicht zu übersehen.
Noch leichter zu übersehen – zumindest jetzt im Winter – ist der Weg, auf dem die Rundwanderung jetzt weiterführt, der geht nämlich bei der Bank steil in den Wald hinauf und ist ziemlich schwer. Aber keine Sorge, Sie können genauso links abbiegen und auf der breiteren Forststraße weitergehen.
Danach geht es weiter durch den Wald. Die Wege sind im Allgemeinen sehr gut beschildert. Die Bergfex-App zu verwenden kann auf jeden Fall auch nicht schaden, denn statt mancher Abkürzungen kann man auch etwas breitere und weitere Wege nehmen.
Man trifft dann nach einiger Zeit auf den Radlbach und folgt diesem in südlicher Richtung, bis man wieder in gewohntes Gebiet, nämlich den nach dem Bach benannten Spitzer Ortsteil kommt. Vor Gruber’s Heurigen biegt man dann links ab.
Der Weg geht dann in der Friedhofgasse dem Friedhof entlang…
bis man dann wieder zur Kirche kommt.
Die Wanderung, deren offizielle Beschreibung hier zu finden ist, geht über eine Strecke von 5,4 Kilometern. Die angegebene Dauer von 2 Stunden ist großzügig bemessen. Ich habe in etwa 1 Stunde und 35 Minuten benötigt.

Der offizielle Weg ist nicht kinderwagengeeignet. Wer auf den Forstwegen bleibt und kräftige Arme hat, kann auch einen geländegängigen Kinderwagen mitnehmen. Mit 275 Metern Auf- und Abstieg ist der Weg durchaus fordernd, was für kleinere “Selbstgeher” sicherlich zu anstrengend ist. Für diese empfehle ich, einfach zum Roten Tor und zurück zu gehen. Bei etwas größeren Kindern ist es sicher angenehm, dass es auf der Wanderung keine größeren Abhänge gibt.

Die Wanderung ist auch auf bergfex angelegt, außerdem zählt sie als Naturparke-Wanderung, die alternativ zum Kraftweg in Maria Laach (siehe Bericht hier) gegangen werden kann, um einen Stempel für den Naturparke Wanderpass zu bekommen.

Insgesamt ist dieser Rundwanderweg eine lohnenswerte Wanderung, auch wenn leider alle “Besonderheiten” und schönen Aussichten im ersten Drittel liegen.

 

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