Eine der letzten Köhlereien Deutschlands

09.08.2019

Bis ins 18. Jahrhundert gehörte die Holzkohle zu den wichtigsten Heizstoffen in Europa, bevor sie von der Steinkohle abgelöst wurde. CO2 und Ruß waren damals zwar noch nicht wirklich ein breites Diskussionsthema, die massive Abholzung der Wälder aber sehr wohl.

Die „Harzköhlerei Stemberghaus“ in Hasselfelde (Sachsen-Anhalt) ist eine der letzten Köhlereien Deutschlands, in der Holz noch in Erdmeilern verarbeitet wird.

Gegen eine kleine Eintrittsgebühr kann man bei der Gewinnung von Holzkohle zu sehen, vom Aufschichten des Holzes (siehe Bild oben),…

…über die Verkohlung in den rauchenden Kohlemeilern…

…bis zum fertigen Produkt.

Die Kohle kann man übrigens gleich vor Ort im „Köhlerladen“ käuflich erwerben.

Das Köhlereimuseum besteht aus zwei Teilen: Im Freilichtmuseum werden das harte Leben der Köhler und ihre vielfältigen Werkzeuge gezeigt.

In einem kleinen Museumsgebäude befindet sich ein Modell einer Köhlerei und man kann sich einen Film über die Holzkohleerzeugung ansehen.

Aber unter uns: Das ganze vor Ort „live“ mitzuerleben ist natürlich viel spannender!

Für Kinder steht noch ein Streichelzoo zur Verfügung.

In der „Köhlerhütte“ kann man sich dann in rustikalem Ambiente stärken, was wir jedoch nicht getan haben, da wir für diesen Tag noch ein weiteres Ziel eingeplant hatten.

Vor dem Eingang zum Museum befindet sich übrigens die Stempelstelle Nr. 60 der Harzer Wandernadel. Es empfiehlt sich zum Beispiel eine Wanderung von oder zur 3 Kilometer entfernten Rappbode-Talsperre, die ich in diesem Artikel vorgestellt habe.

Ein Besuch der Köhlerei ist meiner Meinung nach sowohl für Kinder als auch für Erwachsene sehr empfehlenswert, auch oder gerade wenn man wie ich sehr froh darüber ist, dass Holzkohle heutzutage in unseren Breiten nur noch zum Grillen verwendet wird.

Weitere Informationen zur Harzköhlerei gibt es auf www.harzkoehlerei.de!

 

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