Kurz und spektakulär: Eine morgentliche Wanderung zur Teufelsmauer bei Weddersleben

02.08.2019

Am zweiten Tag unseres Harzurlaubs sind wir gleich nach dem Frühstück nach Weddersleben gefahren, um zur sogenannten Teufelsmauer hochzusteigen.

Die Teufelsmauer ist eine etwa zwanzig Kilometer lange Felsformation, die sich von Ballenstedt bis Weddersleben zieht.

Startpunkt war der Parkplatz in Weddersleben (siehe Bild oben).

Gleich vom Parkplatz kommt man zum Eingang des „Teufelsmauerstiegs“. Eine Schautafel erzählt die bekannteste von mehreren Sagen, die sich um die Teufelsmauer ranken.

Hier, die Variante der Gebrüder Grimm, die ich der deutschsprachigen Wikipedia entnommen habe:

„Auf dem nördlichen Harze, zwischen Blankenburg und Quedlinburg, siehet man südwärts vom Dorfe Thale eine Felsenfläche, die das Volk: des Teufels Tanzplatz nennt und nicht weit davon Trümmer einer alten Mauer, denen gegenüber nordwärts vom Dorfe sich ein großes Felsenriff erhebt. Jene Trümmer und dieses Riff nennt das Volk: Teufelsmauer. Der Teufel stritt lange mit dem lieben Gott um die Herrschaft der Erde. (eigentlich: Der Teufel baute sie, um sich mit Gott die Welt zu theilen. Da ihm aber dazu eine bestimmte Zeit anberaumt worden war, und die ganze Mauer innerhalb der Frist nicht fertig wurde, so warf der Böse aus Zorn, am Nichts gearbeitet zu haben, einen großen Theil des Werkes wieder um, so daß nur hin und wieder einzelne Stücke stehen blieben.) Endlich wurde eine Teilung des damals bewohnten Landes verabredet. Die Felsen, wo jetzt der Tanzplatz ist, sollten die Grenze scheiden und der Teufel erbaute unter lautem Jubeltanz seine Mauer. Aber bald erhub der nimmersatte neuen Zank, der damit endigte, daß ihm noch das am Fuß jenes Felsens belegene Tal zugegeben wurde. Darauf türmte es noch eine zweite Teufelsmauer.“

 

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Über ein kleines Wehr überquert man die Bode,…

…dann geht es erst einmal durch den Wald.

Schon nach wenigen Minuten erreicht man eine kleine Lichtung, wo man auch den Stempelkasten mit dem Stempel Nr. 188 für die Harzer Wandernadel findet.

Von nun an heißt es nicht mehr dem Waldweg folgen,…

…sondern viele, viele Treppen hochsteigen.

Da man ab sofort nicht mehr von schattigen Bäumen vor der Sonne geschützt wird, merkt man, dass es wirklich eine gute Idee war, diese Wanderung bereits am Morgen zu beginnen.

Falls einem die Puste ausgegangen ist, kann man im „Teufelsmauergarten“ kurze Rast machen und sich über die Vegetation im Gebiet der Teufelsmauer informieren.

Bald hat man auch schon das spektakuläre Ziel dieser Wanderung erreicht: die Teufelsmauer, die in diesem Abschnitt „Königsstein“ genannt wird.

Zwischen den Felsformationen befindet sich ein Restplatz, von dem man auch einen wunderbaren Blick auf das Örtchen Weddersleben hat.

Achtung! Auch wenn es insbesondere für Kinder verlockend erscheint, auf den Felsen herumzuklettern sollte man die Absperrungen unbedingt beachten – viele Felsen sind locker und entsprechend gefährlich!

 

 

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Beim Abstieg kann man dann auch die Aussicht auf die Stadt Thale genießen und wer genau schaut erkennt die Seilbahnen auf die Rosstrappe und den Hexentanzplatz (siehe Bericht hier!)

Die Wanderung zur Teufelsmauer dauert nur rund 30 Minuten, ist abwechslungsreich und bietet spektakuläre Ausblicke, auch wenn die höchste Stelle gerade einmal 185 Meter über Normalnull liegt. Für Kinder ist sie natürlich der Hit, allerdings sollten Eltern darauf achten, dass niemand die Absperrungen überwindet. Für Kinderwägen und Rollstühle ist die Wanderung aufgrund der Treppen leider nicht geeignet.

Entlang der Teufelsmauer gibt es noch zwei weitere Stempelstellen der Harzer Wandernadel und zwar den Großvaterfelsen bei Blankenburg (Nummer 76) über den ich noch berichten werde und das Hamburger Wappen bei Timmenrode (Nummer 74), das wir leider nicht besucht haben.

 

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